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Hier lesen Sie Berichte aus dem Leben unserer Pfarreiengemeinschaft: 


Reisebericht von unserer Fahrt nach Klösterreich

vom 22. – 27. Aug. 2011

Am Montag, 22. Aug. startete unsere Bildungsreise zu den Klöstern in Österreich mit einem modernen Bus der Fa. Schick, Hohenreichen. Leider waren wir nur eine Gruppe von 25 Personen aus der PG und darüber hinaus, doch bringt eine so kleine Anzahl der Mitreisenden auch viele Vorteile.

Nach einem Reisegebet und Reisesegen erhielten wir für den heutigen Tag und so an allen Tagen einen Impuls aus der Regel des Hl. Benedikt von unserem bewährten Reiseleiter, unserem Herrn Pfarrer Dieter Zitzler.

Über München, an Salzburg vorbei rasteten wir am Mondsee bevor wir unser erstes Ziel, das Benediktinerstift Kremsmünster, anfuhren, das nicht nur wegen seines weltberühmten Tassilokelches sehr sehenswert ist. Über einige Umwege erreichten wir schließlich die Wallfahrtskirche zur Hl. Dreifaltigkeit auf dem Sonntagberg, wo wir unseren 1. Gottesdienst gemeinsam feierten. Der ansässige Pater erklärte uns anschließend die Kirche, bevor wir uns dann in Richtung Waidhofen/Ybbs aufmachten, wo wir im Schlosshotel sehr gut untergebracht wurden.

Am folgenden Tag besuchten wir die Basilika Maria Taferl, wo wir am Fest der Hl. Rosa am Pilgergottesdienst der Wallfahrtskirche teilnahmen, anschließend erläuterte uns der Mesner die Wallfahrt zur kleinen Pieta, die im Zentrum des Hochaltars verehrt wird.

Weiter ging unsere Fahrt hinein in die Wachau zum herrlich über der Donau gelegenen mächtigen Stift Melk. Die ansässigen Benediktinermönche führen in den prächtigen Anlagen noch heute ein Gymnasium, der andere Teil mit Prälatenhof, Kaisergang, Bibliothek und Stiftsmuseum wird von zahlreichen Touristen besucht und auch die Stiftskirche Peter und Paul lädt zum Beten und Verweilen ein. Für die schön gestalteten Außenanlagen hatten wir wegen der hohen Temperaturen (ca. 35 Grad) wenig Interesse, statt dessen suchten wir uns in der malerischen Innenstadt einen Schattenplatz, um einen Eiscafe oder einen „großen Schwarzen“ mit Apfelstrudel zu genießen.

Nächstes Ziel war das Zisterzienserstift von Lilienfeld. Hier bestaunten wir eine ehrwürdige romanisch-gotische Kirche, die in der Barockzeit umgestaltet wurde und die Aufnahme Marias in den Himmel als Altarbild zeigt.

Der nächste Tag begann wie gewohnt mit einem Impuls aus den Regeln des Hl. Benedikt und führte uns in Richtung Süden in die Steiermark nach Maria Zell, dem größten Marienheiligtum Österreichs, von weitem zu erkennen mit zwei Barocktürmen und in der Mitte ein etwas höherer gotischer Turm. Beeindruckt von der Frömmigkeit besonders vieler Pilger aus Osteuropa feierten wir am Fest des Hl. Bartholomäus einen eigenen Gottesdienst vor dem Gnadenbild. Die Führung in den reichen Schatzkammern war sehr interessant und gibt heute noch Zeugnis von den unzähligen Bitt- und Dankgeschenken an die Muttergottes von Maria Zell.

Das Benediktinerstift Admont, malerisch in den Ennstaler Alpen gelegen, stand am Donnerstag auf unserem Programm. Sehr sehenswert war die Stiftsbibliothek mit vielen bedeutenden Werken, u.a. 4 übergroße Skulpturen von Josef Thaddäus Stammel, die die 4 letzten Dinge des Menschen (Himmel, Hölle, Gericht, Tod) darstellen. In der nahe gelegenen Marienkirche Frauenberg mit einem herrlichen Gnadenbild aus dem 14. Jh. feierten wir nach einem kleinen Fußmarsch gemeinsam Gottesdienst und erfreuten uns am benachbarten Meditationsgarten.

Am Freitag ging die Fahrt von Waidhofen wieder in die Wachau entlang der Donau nach Dürnstein, einem romantisch gelegenen Ort mit Augustiner Chorherrenstift, wo der blau-weiße Turm der Pfarrkirche schon von weitem zu sehen ist. Die alte Ruine der Burg auf einer Anhöhe verweist noch heute auf die Gefangennahme von Richard Löwenherz Ende des 12. Jh. hin. Das im äußersten Osten der Wachau gelegene imposante Benediktinerstift Göttweig lud uns ebenfalls zum Verweilen ein und beim Gang auf der berühmten Kaiserstiege wurde die Barock- und Rokokozeit spürbar.

Leider mussten wir uns am Samstagmorgen von Waidhofen im schön gelegenen Mostviertel und unserem tollen Hotel verabschieden und fuhren Richtung Westen mit Ziel St. Florian.

Den kühlen Außentemperaturen trotzten wir mit einer interessanten Führung im Augustiner-Chorherrenstift, wo wir neben vielen Werken bedeutender Künstler den ältesten spätgotischen Flügelaltar von Albrecht Altdorfer bewundern konnten. Direkt unter der berühmten Bruckner-Orgel befindet sich das Grab von Anton Bruckner. Beim anschließenden kleinen Orgelkonzert konnten wir die Klangfülle und Mächtigkeit der berühmten Bruckner-Orgel live erleben (103 Register, 7386 Pfeifen). Unseren letzten gemeinsamen Gottesdienst, den Silvia Kaltenstadler – wie jedes Mal - mit der Flöte musikalisch umrahmte, feierten wir an der Marienkapelle in St. Florian.

Nun traten wir unsere Heimreise an, und bald darauf kam auch schon der Regen. Doch das tat unserer guten Stimmung keinen Abbruch, wir hatten eine wunderschöne Reise und danken nochmals ganz herzlich unserem Reiseleiter Herrn Pfarrer Zitzler für die sehr gute kompetente Leitung der Studienreise in Zusammenarbeit mit dem Bayer. Pilgerbüro, für das breit gefächerte Programm mit fundierten Führungen, für die geistlichen Impulse und nicht zuletzt für Geselligkeit im Bus mit Volksliedern und kleinen Witzen. Dankbar und voller wunderbarer Eindrücke kehrten wir am Abend wohlbehalten in unsere Gemeinden, unsere Familien zurück.

Bernadette Mayer  


Einkehrtag der Pfarreiengemeinschaft in Leitershofen am 15. März 2011

Der diesjährige Einkehrtagtag der PG in Leitershofen fand am Dienstag, 15.03.11 statt, an der 44 Frauen und 2 Männer aus Blindheim, Gremheim, Schwenningen, Unterglauheim, Höchstädt und Tapfheim teilnahmen. Als Referent des schon zur Tradition gewordenen Tages in der Fastenzeit konnte Pfarrer Johannes Paul aus Augsburg gewonnen werden.

In sehr lebensnahen Beispielen ging er beim ersten Vortrag auf das vielfältige Leid in der eigenen Familie, in der Nachbarschaft oder weltweit und den Umgang mit dem eigenen Tode ein. Auch ein Theologe wisse keine Antwort auf die Frage „Warum“, aber die Sichtweise aus dem Glauben, das Mitteilen an Andere, die Veränderung des Blickwinkels und das Vertrauen auf Gottes Beistand, sein offenes Ohr und seine Zusage, immer bei uns zu sein, geben dem leidgeprüften Christen wieder Hoffnung und neue Kraft. Dabei verwies er auf das große Gut der Eucharistie und den Empfang des Bußsakramentes, das viele Teilnehmerinnen während des Rosenkranzgebetes nutzten.

Nach der Mittagspause ging der wortgewandte Referent auf das Thema des Tages „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ aus dem Psalm 18 näher ein. Anhand eines Bildes von Sieger Köder zu diesem Vers nannte er Mauern in unserem Leben, die, erleuchtet von Gottes Licht, zu Stufen werden und mit zupackenden Händen und dem Blick auf Gott alle oder viele Hindernisse überwunden werden können.

Bei der anschließenden Diaschau über ein Projekt „Straßenkinder in Brasilien“ weitete Pfr. Paul unseren Blick auf die Gesamtkirche und trotzte so allen Ansätzen des Jammerns und der eigenen Unzufriedenheit.

Im anschließenden Gottesdienst in der Kapelle des Exerzitienhauses fand der Einkehrtag seinen Höhepunkt in der Mahlgemeinschaft und dankbar für alle mutmachenden Worte zeigten die Teilnehmer auch ein Herz für die Armen in Brasilien beim Opfergang.

Zufrieden und voller Eindrücke dieses schönen Tages ging es nach dem Kaffee wieder heim in unsere Gemeinden und in unseren Alltag.

© Bernadette Mayer


Kappenabend 2011

Am rußigen Freitag fand zum 3. Mal ein Kappenabend im Unterglauheimer Pfarrheim statt. Schon im Vorverkauf waren die Eintrittskarten schnell vergriffen und das Pfarrheim war an diesem Abend voll besetzt mit zum Teil originell maskierten Besuchern.

Den Anfang des vielversprechenden Programms machten die Mitglieder des Pfarrgemeinderates Unterglauheim mit dem Zwergeneinmarsch samt Schneewittchen (Herbert Wollmann) und dem Begrüßungslied. Pfarrer Dieter Zitzler übernahm nun das Mikro und führte gekonnt witzig, humorvoll und geistreich durch den Abend, den Kornelia Jenning in gewohnter Art in der Bütt eröffnete. Rita Oblinger fragte in einem Lied die Besucher: „Seid ihr alle do“. Der Frauenbund Blindheim beteiligte sich mit einem farbenprächtigen Hexentanz am bunten Programm, bevor Edith Keller den Diätenwahn aufs Korn nahm. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates Gremheim zeigten mit ihrem Stück „Ein Schwabe im Himmel“ Einblicke in das närrische Himmelsgeschehen.

Der Fensterputzer Karre

Kurt Wagner spielte in den Pausen zum Tanz auf. Dann sang Petra Gerstmayer das Lied vom Fensterputzer Karre, begleitet von Pfarrer Zitzler am Akkordeon. Das aktuelle Thema „Orgel“ in Unterglauheim wurde beim anschließenden Beitrag der Gremheimer „Wenn die Manuale Trauer tragen“ mit passenden Liedern behandelt (gesungen von Sylvia Kaltenstadler). Der folgende Sketch „Die Church-Card“, gekonnt gespielt von Cornelia Reiser und Irmgard Kraus, war den Kirchgängern als Zukunftsvision angedacht, dass es auch für den Besuch der Gottesdienste eine Punktekarte gibt. Viel Beifall ernteten die Ministranten aus Gremheim für „Fairness am Spielfeld“, bevor Petra Gerstmayer und Kornelia Jenning als „Frieda und Walli“ über die Probleme in der Ehe in Bezug auf die Mode wieder die Lachmuskeln forderten. Maria Gerstmeier und Frieda Wetschenbacher führten das Stück „Der reuige Sünder“ auf und Edith Keller und Elke Seiler unterhielten sich über den „Cholesterinspiegel“.

Über Gefahren beim Waldspaziergang plauderten die Gremheimer mit „A Schneck und a Zeck“ und Clemens Reichart zeigte anschließend in der Bütt, dass das Tapezieren ja so schwer ist. „Sie wünschen – wir spielen“ gab es nachfolgend beim Kirchenfunk mit Cornelia Reiser, Petra Gerstmayer und Ludwig Jenning.

Ein optisch wunderbares Bild boten die „3 Beatles“ Pfarrer Zitzler, Sebastian Kaltenstadler an der Gitarre und Martin Mayer, die den Beatles-Song „Yesterday“ in einen Gesundheitssong und eine Hymne an die Weizenkleie umwandelten. Ingrid Scherer und Martina Seiler entführten die Besucher in die Künstlermetropole Paris und malten Bilder mit lebenden Personen. Das letzte Wort in der Bütt hatte der Moderator Pfarrer Zitzler, der Lustiges und Witziges über das Reich der Tiere zum Besten gab, bevor er an alle Mitwirkenden sowie an die Helfer in Küche, Theke und den Bedienungen Orden verlieh.

© Bernadette Mayer


Pfarrer sucht Pfarrhausfrau

Unterglauheim Der Pfarrgemeinderat Unterglauheim veranstaltete auch heuer wieder einen bunten Faschingsnachmittag im bunt dekorierten Pfarrheim, zu dem Vorsitzende Bernadette Mayer zahlreiche Besucher begrüßen konnte.

Nach einigen gesungenen Faschingsliedern und einer fröhlichen Kaffeerunde berichtete Konny Jenning auf der Bühne, wie sie ihren Kleiderschrank stöberte und mal wieder ihr altes Brautkleid probierte, und hatte die Lacher auf ihrer Seite, als sie die Geschichten hierzu zum Besten gab. Als weitere lustige Einlage folgte nun „Pfarrer sucht Pfarrhausfrau“. Petra Gerstmayer trat dabei versiert als Pfarrer auf und sollte auf die Bewerbungen in der Zeitung nun die Auswahl unter den Bewerberinnen (Conny Reiser, Konny Jenning, Clementine Scherer) treffen. Pfarrer Dieter Zitzler erfreute die Besucher mit lustigen Anekdoten über „Sie“ und „Ihn“, wie sie wohl nicht nur im Schwäbischen vorkommen. Beim abschließenden Sketch „Der Trachtenanzug“ bewiesen Petra Gerstmayer und Konny Jenning erneut ihr schauspielerisches Können und die Gabe, die anderen zum Lachen zu bringen und die Pointen gekonnt vorzutragen.Die Pfarrgemeinderats-Vorsitzende bedankte sich mit einem kleinen Präsent bei den Akteuren des kurzweiligen Nachmittags.

© Bernadette Mayer


 

   

 

 

 

Pfarrfamilienabend in Schwenningen

Er hat inzwischen schon einen festen Platz im Dorfleben - der alljährliche Pfarrfamilienabend im Gasthaus Haunstetter. Die wiederum große Anzahl von Besuchern zeigte, dass es in Schwenningen auch außerhalb der Kirche eine interessierte und lebendige Pfarrfamilie gibt. Im Rahmen der musikalischen Gestaltung stellt die Orff-Gruppe auch schon eine feste Größe dar. Lieder aus dem Musical „König der Löwen“, aber auch Oldies wie „Let it be“ von den Beatles wurden gekonnt aufgeführt. Erstmals traten Pfarrer Dieter Zitzler und Sebastian Stöger im Duett mit Ziehharmonika auf und überzeugten u. a. mit dem Zillertaler Hochzeitsmarsch. Eine weitere musikalische Neuentdeckung des Abends: Rita Oblinger intonierte stimmsicher und souverän das „Spätzlelied“.

Auf der Theaterbühne gab es ebenfalls überzeugende Darbietungen: Zum dritten Mal das Duo Finni Hiesinger und Anton Remmele in einer Episode des Königlich Bayerischen Amtsgerichts. Die Inhalte der nachgestellten Verhandlung zum Tatbestand eines Schlüsseldiebstahls in der Sakristei der Schwenninger Pfarrkirche waren dabei nicht rein zufälliger Natur. Beim Zweiakter „Der ungemalte Heilige“ begeisterten Irene Linder, Maria Gerstmeier, Erna Stangl, Finni Schweyer, Elfriede Wetschenbacher und Christa Gröbl das Publikum. Die Ministranten waren auch aktiv: Mit einer „Modenschau zu Hause“ und der Szene einer mündlichen Abschlussprüfung erfreuten sie die Besucher.

Pfarrer Zitzler referierte über den „Patron der modernen Chefs“: Ignatius von Loyola habe schon vor knapp 500 Jahren von seinen Mitarbeitern Tugenden wie Mobilität und Flexibilität eingefordert, die auch heutzutage bei Managerkursen in aller Munde seien. Heiter-ironisch verpackt drückte der um keine Antwort verlegene Referent dem Abend seinen unverkennbar „ernsthaft-humorvollen“ Stempel auf. Welche zahlreichen farbenprächtigen Messgewänder sich in der Schwenninger Kirche befinden, veranschaulichte Pfarrer Zitzler mittels Beamer-Projektion.

Nach den gemeinsam gesungenen Schlussliedern bedankte sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Gerstmeier bei Pfarrer Zitzler mit sieben Rosen, symbolisch für das inzwischen 7. Jahr seines segensreichen Wirkens bei uns in Schwenningen, verbunden mit der Hoffnung und dem Wunsch, dass er uns noch viele Jahre erhalten bleiben möge.

© Alexander Kapfer

 

 

   

 

 

 


Sr. Claudia aus Unterglauheim

Schwester Claudia konnte am 2. Dezember 2009 ihren 95. Geburtstag feiern. Auch wenn Brasilien von Unterglauheim weit entfernt ist, denken wir in ihrer Heimatgemeinde an sie und wünschen Gottes Segen zu ihrem Geburtstag! 

 

 


Künstlerin: Stefanie Liedl, Schwenningen

Oldie-Nachmittag

(dz) Der Christkönigssonntag 2009 gehört zu den wenigen Tagen im Jahr, an denen das Pfarrheim in Unterglauheim einmal überbelegt war. Über 130 Gäste kamen zum Oldie-Nachmittag - und viele andere, die kamen, mussten wir leider wieder nach Hause schicken, weil es keinen Platz mehr gab. Die "Band" dieses Nachmittags hat unsere Ministrantin Stefanie Liedl aus Schwenningen in ihrem Bild festgehalten. Am Ende konnten über 1.000,00 € durch den Erlös an diesem Nachmittag dem Spendenkonto der neuen Orgel in Unterglauheim gutgeschrieben werden.

Ein Danke schön allen Besuchern und Helfern - und natürlich den beiden Musikern, die sich auf das "Oldie-Abenteuer" eingelassen haben!

 


Foto: Maria und Josef Stiegler, Blindheim

Bergmesse der PG am 03.10.2009

 

(dz) Am 3. Oktober war nicht nur Tag der deutschen Einheit, sondern auch (mal wieder) ein Tag der Einheit der Gemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft. Mit 52 Personen ging es am frühen Morgen in Richtung Pfronten, um von dort aus den Breitenberg zu besteigen. Manche nutzen die Möglichkeit, mit der Seilbahn nach oben zu fahren und von der Bergstation der Breitenbergbahn aus zu wandern. Um 12:00 Uhr trafen sich alle zur Eucharistiefeier am „Allgäuer Berghaus“. Bis zum späten Nachmittag hatte dann jeder die Möglichkeit, das herrliche Bergpanorama bei idealem Bergwetter zu genießen. Nach erfolgreichem Abstieg (oder erfolgreicher Abfahrt) durfte natürlich der obligatorische Besuch in der Käserei nicht fehlen, bevor der Bus zum Abendessen in Richtung Berkheim startete. Gegen 23:00 Uhr konnten die letzten wieder die flache heimatliche Erde betreten und sich über einen gelungenen Ausflug freuen, der von Kirchenpfleger Ludwig Meyer aus Unterglauheim perfekt vorbereitet war.   (Das Foto in besserer Qualität finden Sie in unserem Fotoalbum).        


Reisebericht von unserer Fahrt nach Thüringen –

Auf den Spuren der heiligen Elisabeth

(bm) Am Montag, 24.08.09 starteten wir mit dem Reisebus der Fa. Schick unsere Fahrt nach Thüringen. Leider waren wir nur eine kleine Gruppe von 26 Personen aus der PG Blindheim und einige sogar von auswärts. Pfarrer Zitzler hat in Zusammenarbeit mit dem Bayer. Pilgerbüro ein tolles Programm ausgewählt und wir freuten uns auf eine gute Woche, auch das Wetter sollte herrlich werden. Nach dem Reisegebet und einem kurzen Impuls zur heiligen Elisabeth, den uns Stadtkaplan Dominik Zitzler als Wort zum Tage jeden Morgen mit auf den Weg gegeben hat, konnte die Fahrt beginnen. Unser erster Halt war in Bad Staffelstein die von Balthasar Neumann erbaute Basilika Vierzehnheiligen mit herrlichem Blick auf Kloster Banz am gegenüberliegenden Ufer des Maines. Weiter ging unsere Fahrt durch den Frankenwald nach Sonneberg, wo die Besichtigung des Spielzeugmuseums auf dem Programm stand. Zuvor trafen wir uns an einem schattigen Platz unweit des Museums und sangen ganz spontan Lieder aus der Mundorgel.

Nun hatten wir noch eine lange Strecke durch den schönen Thüringerwald zu fahren, am bekannten Rennsteig entlang, bis wir am Abend im Hotel Krone in Arnstadt unser Quartier bezogen. Der zweite Tag gehörte der Erkundung von Erfurt, der Landeshauptstadt von Thüringen. Eine beeindruckende Kirchenführung durch den Dom und die Severi-Kirche fand ihren Höhepunkt beim Gottesdienst in der Krypta des Domes. Keine Zeit blieb, um uns die größte Glocke der Welt, die Gloriosa, von der Nähe aus anzuschauen. Am Nachmittag stand eine umfangreiche Stadtführung auf dem Programm, bei der natürlich der Besuch auf der Krämerbrücke nicht fehlen durfte. Eine Vesper in der Severi-Kirche rundete diesen Tag ab.

Ein wenig geübt im Psalmengebet begannen wir den Tag mit der Laudes und anschließender Stadtführung durch Arnstadt, die als älteste Stadt Ostdeutschlands gilt. Beeindruckt hat uns die Bachkirche, in der J. S. Bach 4 Jahre als Organist tätig war. Der Gottesdienst in der kleinen Kirche St. Elisabeth wurde von Pater Siegbert Mayer gestaltet, der geistige Impuls von Kaplan Dominik Z. verwies dann bereits auf das Kreuz im westlichen Lettner des Domes in Naumburg, den wir am Nachmittag besuchten. Weltberühmt ist das romanisch frühgotische Gotteshaus mit noch gut erhaltenen Reliefs und Figuren, so die Uta von Naumburg. Auch hier fanden wir Spuren der hl. Elisabeth in einer der wohl ältesten Darstellungen von ihr, die in einer zum 800. Geburtsjahr neu gestalteten Elisabeth-Kapelle steht.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der großen Heiligen: wir besuchten Eisenach und die Wartburg, wo die 4jährige Elisabeth im Jahre 1211 von Ungarn hierher kam, im Alter von 14 Jahren mit Ludwig IV. verheiratet wurde, wo sie drei Kindern das Leben schenkte und sie bereits mit 20 Jahren Witwe wurde. Von der imposanten Wartburg aus, die bis heute teils gut erhalten ist, tat sie viel Gutes, heilte Kranke und Aussätzige, speiste Arme und Kinder, wie uns das Rosenwunder erzählt, und lebte streng nach den Idealen des Hl. Franziskus, der ihr eine großes Vorbild im Glauben und der Hingabe an Christus war. ----

Bei der anschl. Stadtführung durch Eisenach begegnete uns auch immer wieder Martin Luther, der hier einige Jahre lebte und der ein knappes Jahr auf der Warburg als Junker Jörg die Bibel ins Deutsche übersetzte.

Unsere interessante Reiseroute fand am vorletzten Tag ihren literarischen Höhepunkt mit dem Besuch in Weimar, und das am 260. Geburtstag von J. W. Goethe, dem 28. August. Bei der Stadtführung ging es vorbei am bekannten Denkmal der beiden großen deutschen Dichter zum Schillerhaus, wo dieser jung starb, an der Herderkirche mit dem bekannten Lucas-Cranach-Altar vorbei, zum großen Goethehaus, in der er fast 50 Jahre wohnte und das ein großes Museum beherbergt. Der anschließende Nachmittag war frei und wir genossen das Flair in dem beschaulichen Städtchen mit den vielen Studenten, Gästen aus aller Welt, Straßenmusikanten und erfreuten uns an einem guten Cappuccino mit Apfelstrudel oder schlenderten durch die vielen kleinen Geschäfte.

Vor dem Abendessen in unserem Hotel beteten wir noch gemeinsam die Vesper.

Nun war schon der letzte Tag unserer Reise gekommen.. Etwas wehmütig verließen wir Arnstadt und fuhren auf der A 4 durch den langen Rennsteigtunnel Richtung Frankfurt. Die Theater- und Kulturstadt Meiningen war unser letztes Ziel. Doch die vielen Eindrücke der letzten Woche ließen nicht mehr allzu viel Neues zu. Wir besichtigten in Meiningen noch Schloss, Park, Theater, Altstadt, evangelische Kirche mit einer ungewöhnlich schönen Marienfigur an der Seite und zuletzt die moderne katholische Kirche, wo wir zum Abschluss gemeinsam ein Lied sangen. Nach einer kleinen Stärkung, besorgt von unserem Pfr. Dieter Zitzler, dem wir auf diesem Wege ganz herzlich für all seine Mühe danken, ging die Fahrt nun Richtung Heimat durchs schöne Frankenland, die A 7 Richtung Süden. In der Klostergaststätte von Neresheim kehrten wir zum letzten Mal gemeinsam ein und stärkten uns noch mit einer guten Brotzeit, ein paar Minuten Innehalten in der Benediktinerkirche Neresheim – und dann waren wir wieder wohlbehalten, dankbar und voller Eindrücke daheim.

 

© Bernadette Mayer 

 


 

Pfarrausflug nach Kaufbeuren                                      

Am Pfingstmontag machte sich eine große Wallfahrergruppe aus der Pfarreiengemeinschaft Blindheim auf den Weg nach Kaufbeuren, um den Spuren der heiligen Crescentia zu folgen.

In drei Gruppen aufgeteilt erkundeten die Teilnehmer die sehenswerte freie Kreisstadt Kaufbeuren. Im historischen Rathaus begann die Stadtführung mit Blick auf die bewegende Vergangenheit der einstigen freien Reichsstadt Kaufbeuren. In der katholischen Stadtpfarrkirche St. Martin wurden die Besucher vom Organist der berühmten Crescentia-Orgel bereits erwartet, um ihnen die Funktion der Orgel, der Königin unter den Instrumenten, genau zu erklären und die mit 50 Registern ausgestattete Orgel erklingen zu lassen. Beeindruckt von der Größe und Klangfülle und der Helligkeit des Gotteshauses ging es weiter zum Geburtshaus von Schwester Crescentia, wo sie 1682 als Anna Höß geboren wurde. Erst dann gelangte die Gruppe zum eigentlichen Ziel, dem Franziskanerinnen-Kloster von Kaufbeuren, dem die Heilige ihren Namen gab und in dem der Geist der großen Frau bis heute weht. Nicht wenig stolz zeigen die Franziskanerinnen von Kaufbeuren auf ihre berühmte Vorgängerin, die nach schweren Prüfungen von der einfachen Pforten- und Krankenschwester zur Novizenmeisterin und schließlich zur Oberin ihres Ordens wurde.

Vielen Menschen in dieser schweren Zeit war sie treue Beraterin und Helferin und hat in unzähligen Briefen und Schriften auch einflussreichen Zeitgenossen den rechten Weg gezeigt in der Nachfolge Christi. So ist sie bereits im Jahre 1900 selig, und am 15.11.2001 heilig gesprochen worden. Ihre große Liebe und Verehrung des Heiligen Geistes war für alle Teilnehmer der Wallfahrt ein Bogen in die Gegenwart, dass ausgerechnet am Pfingstmontag diese Fahrt nach Kaufbeuren stattfand.

Nach einer Kaffeepause ging es weiter nach Kirchdorf, der Heimatpfarrei von Pfr. Dieter Zitzler, dem Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Blindheim, der die Fahrt organisierte. Wie schön war es, den Ort Kirchdorf bei Sonnenschein zu erleben, waren doch die meisten Teilnehmer am 13. Juli des letzten Jahres bei der Primiz von Dominik Zitzler bei strömendem Regen auch dabei. Im Garten von Familie Zitzler bewunderten die Reisenden ein aus Marmor aufgeschlagenes Primizbuch, wo die Daten und der jeweilige Primizspruch der beiden Brüder zu lesen sind. Beim anschließenden Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Stephanus von Kirchdorf, der auch von Domdekan Konstantin Kohler mitzelebriert wurde und den die Orff-Gruppen musikalisch gestalteten, fand der gelungene Ausflugstag seinen Höhepunkt und Abschluß.

Bernadette Mayer 

 

 

PG Blindheim  |  pg.blindheim@bistum-augsburg.de